Freitag, 30. Oktober 2009

Umsetzung Veloplanung

Zwischen südamerikanischer Neuorganisation


und europäischer Projektierung


ist die Detailplanung im vollen Gange

Nach langer Reise wieder in Bolivien

Freitag, 21. August 2009

Zwischenbericht - informe intermedio

Der knapp 200 seitige Zwischenbericht ist fertiggestellt. Enthalten sind Erhebungen, Grundlagen, Analyse (Unfälle, Ziel- Quellorte, Netz Wunschlinien, Potentiale, Eignungen Trasse), Konzept (Netz, Lösungen Trasse und Kreuzungen).

Velowegnetz - Stand "intermedio"


Umsetzung 1. Priorität


Matrix - Grundanforderungen


Die Zusammenfassung des Berichtes auf spanisch:

Resume executivo

Swisscontact (Programa Aire Limpio- Bolivia) en conformidad con las autoridades de la ciudad de Cochabamba (Dirección de Tráfico y Vialidad) le autorizan a Metron - Planning SA (Metron Transfer und Verkehrsplanung) la elaboración del estudio de ciclovías.
Peter Hotz y Marco Starkermann (Metron) y Juan Pablo Ortiz de CBBA comenzaron con el trabajo a mediados de Junio del 2009.
Este primer informe intermedio de trabajo engloba los resultados de la primera planificación del proyecto; en sus capítulos se describen los resultados del análisis y la valoración del trabajo realizado hasta el momento. El capítulo “Diagnóstico” conduce al capítulo “Concepto de Sistemas de Transporte Integral” y este a su vez al desarrollo de las redes de ciclovías de aproximadamente 95 km. La red está diseñada para todos los motivos de tránsito cotidianos, por ejemplo para ir al trabajo, de compras o para recreación local. Las ciclovías ya existentes serán incluidas de manera óptima en la nueva red. El recorrido de bicicleta realizado por la prensa, el cual finalizo con una conferencia de prensa de la Alcaldía, dejo un buen eco para la prensa.
El enfoque del trabajo se compone de las ofertas de ciclovías de las nuevas zonas residenciales del sur y tres puentes para peatones y bicicletas sobre el río Rocha.
Por razones de seguridad es necesario que las ciclovías se construyan sobre las calles ya existentes, las cuales son ya bastante amplias. Dichas ciclovías quedarán separadas del resto del tráfico.
Los nodos tienen que ser desarrollados especialmente seguros para los conductores de bicicletas.
La gestión del tráfico de los alrededores del centro tiene que ser nuevamente organizada:
- con calles separadas para las bicicletas (caminos cerrados para automovilistas)
- parcialmente unidos con tramos que serán reservados para el tráfico de autobuses
- es necesario intensificar los esfuerzos para controlar los problemas de estacionamiento, así como la introducción de un moderno y socialmente aceptado “sistema masivo de autobuses”.
Con la voluntad política correspondiente y una financiación adecuada, el porcentaje de bicicletas puede aumentar nuevamente a un 5 -10% de todos los viajes diarios y más adelante podría aumentar a 15- 25%. Los esfuerzos por fomentar el uso de la bicicleta ayudarían a mitigar los problemas esperados de movilidad y los problemas graves del medio ambiente. También se les garantizará a muchos Cochabambinos rutas cotidianas seguras y esto a un bajo costo para los usuarios de la vía pública y para el público.
Las mejoras realizadas en los últimos años en el tráfico automovilístico forman la base para una reorganización del uso de la red vial. Los paquetes de mejora de cultura y educación vial que todavía tienen que ser elaborados, incluyendo las consideraciones jurídicas, ayudarán entonces a reducir el actual déficit y asegurarán nuevamente un lugar seguro a la bicicleta en Cochabamba.
Las redes de ciclovías tienen que ser desarrolladas poco a poco. Las primeras etapas de los próximos años medirán aproximadamente 40 km. Cada distrito tendrá por lo menos una ciclovía que lo conectará directamente al centro.
Las rutas detalladamente descritas ayudan a realizar los proyectos eficientemente y rápido.
En los talleres de capacitación realizados hasta el momento, se les pudo mostrar a los participantes algunos buenos ejemplos de otras ciudades, así como también se les explicó lo necesario para la comitiva del proyecto.
Esta primer etapa implica una inversión de alrededor de aproximadamente
2 – 3.5 millones $US. Los costos para toda la Red son aproximadamente 5 - 9 millones $US.
En las siguientes etapas es necesario de crear con más frecuencia, según los enfoques del desarrollo de urbanización, también conexiones tangenciales.

Donnerstag, 13. August 2009

3. Taller - Workshop


Am 11. August haben wir den 3. Taller durchgeführt. Ziel des 3. Taller war, die verschiedenen Departemente in die Planung miteinzubeziehen. Mittels Workshops wurde das Netz und die Lösungsansätze intensiv diskutiert. Grösstenteils waren Sie mit unseren Vorschlägen einverstanden. Diskussionsstoff lieferten vor allem unsere Lösungsansätze im Zentrum.

Neue Zählungen durchgeführt

Anfangs August haben wir neue Zählungen (Velo/MIV) durchgeführt. Gezählt wurde an 10 Standorten während 5 Tagen während der Morgenspitzenstunde. Die Resultate sind erschreckend, bestätigen jedoch die Aussagen der Verwaltungsangestellten: Innerhalb 10 Jahren hat sich die Anzahl Velofahrenden um das 5fache reduziert. Gründe dafür sind unter anderem die günstigen Occasions-Autos, die eingeführt werden konnten und die zunehmende Gefährdung der Velofahrenden.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Presse

Die Zeitung "Los Tiempos" berichtet ausführlich über das Projekt:

http://www.lostiempos.com/diario/actualidad/local/20090726/ciclovias-sueno-de-salud-y-seguridad-para-la_27570_43625.html

Dienstag, 7. Juli 2009

2. Schulung / Besprechung (2. taller, 07.07.09)

Im 2. taller stellten wir das konsolidierte Netz und erste Umsetzungsvorschläge vor. Intensiv diskutiert wurden vor allem die Umsetzungsvorschläge.

Konsolidiertes Netz



Prioritätenplan



Abschätzung der Investitionen


Gesamtverkehrskonzept Zentrum

Montag, 6. Juli 2009

Presse-Velofahrt mit Sr. Alcalde

Das Projekt "ciudad-de-bici" ist öffentlich lanciert. Mit Sr. Alcalde (Bürgermeister) und anderen wichtigen Persönlichkeiten fuhren wir begleitet durch Polizeischutz (auch mit Velo) in das Herz der Stadt direkt zur Pressekonferenz.









Speziell für die Pressefahrt wurden vor dem Stadthaus Veloständer hingestellt, das Veloabstellverbot galt vorübergehend nicht.









Sonntag, 28. Juni 2009

Konzeptentwurf (taller 29.06.09)

An unserm 1.Taller vom 29.06.09 werden wir diese Schlussfolgerungen diskutieren und erste Vorschläge zu einem umfassenden Velowegnetz (Haupt- und Nebenrouten, Varianten der Velowege vorstellen.
Unsere Zielsetzungen zur Ausbildung der Velowege und Veloflächen (Sicherheit ist nur gewährleistet bei baulicher Abtrennung) werden sicher zu Reaktionen führen. Unser Team ist darauf vorbereitet.


Konzept ÖV/MIV mit beschränkter Durchlässigkeit des Zentrums:




Korridore für Veloachsen:




Netzentwurf:

Resultate der Analyse

Zuerst die wichtigsten Faktoren, die den vermehrten täglichen Gebrauch des Velos in der Stadt Cochabamba fördern:
- keine grosse Steigungen, mehrheitlich flach
- angenehmes Veloklima (jetzt zur Winterzeit ist es in den Morgenstunden 0-5° kalt, tagsüber angenehm warm 20-26°, im Sommer sind die Nächte weniger kalt)
- ausserhalb des Zentrums sind die Strassen meist breit(Einbahnstrassen)... es gibt genügend Fläche für Velowege- und Velo massnahmen
- die täglichen Wege messen weniger als 5km Länge
- für die Sport- und Freizeitnutzung wurden um den See herum - der am verlanden und zu wachsen ist - sowie entlang eines längeren Bewässerungskanal in den nördlichen Wohn-Quartieren schöne separate Velowege gebaut.
- nach übereinstimmenden Aussagen vieler hat jeder Haushalt mindestens 1 Velo, dies zeigen die Erhebungen der Swiccontact "aire limplio" Fachleute, anlässlich des autofreien ersten Sonntag jeweils anfangs September.
- generell stellen wir Konsens im Bemühen um eine verbesserte Umweltsituation fest.
- es gibt schon eine Reihe von geschwindigkeits-bremsenden Massnahmen(rompe muelles , sodass die Geschwindigkeiten - ausser auf den wichtigsten "Schnellstrassen" für südamerikanische Verhältnisse nicht übertrieben hoch sind. (Die Innergeschwindigkeit in Boliven beträgt 40km/h)

... leider aber eine Reihe von gewichtigen Faktoren/Entwicklungen, die in den letzten wenigen Jahren das Velofahren zu Randerscheinungen im Strassenbild von Cochabamba machten:

- Die Bus- Taxi- Autofahrer missachten in grossem Ausmass die Rechte der Velo- fahrenden (und v.a der zu Fussgehenden )
- nach umfassenden Befragungen in der Vorgängerstudie "Velo" von 1999, geben von mehr als 2000 befragten Velo- und Nicht-Velofahrenden das agressive Verkehrsklima und die Angst vor Unfällen (nebem dem Velodiebstahl) als wichtigstes Hemmnisse für das Velofahren an.
- Das Queren von wichtigen Strassen ist für Velofahrende wie Fussgänger sehr
gefährlich , die Kreuzungen obwohl generell Rechtsvortritt gilt sehr problematisch, bei Lichtsignalanlagen gilt Rot/Grün wird im grossen ganzen beachtet
- sehr hohe Luftverschmutzung, ein Hinderniss für sportliche Velofahrer.


Es gäbe noch anzufügen, dass der Besitz und Betrieb von Autos vom den vorherigen Diktaturen stark unterstützt wurde und entsprechend viele Autostrassen v.a innerorts gebaut wurden.
Überland müssen zur Güterverteilung - infolge des maroden privaten (chilenisch-amerikanischen) Schienenverkehrs - noch wichtige Strassen gebaut werden; in diesem Riesenland kein billiges Programm.
Und natürlich ist der Besitz eines so günstigen Autos ein wichtiges männliches Statussymbol, aber einfach auch Notwendigkeit zum nicht immer funktionierenden Microsbussystem.



Die meisten Strassen sind mehr als breit genug, zumindest für den motorisierten Verkehr:







Im Zentrum hingegen sind die Strassen eng:



Strassen in den Aussenquartieren. Übrigens sind die Gegensätze in der Stadt sehr gross, während der Golfplatz dauernd bewässert wird, haben die Siedlungen im Süden kein Wasser.







Bestehender Veloweg:




Unser Büro bei der Verwaltung. Die Verwaltung ist in Sachen "papierloses Büro uns meilenweit voraus. Übrigens empfiehlt es sich, kurz vor 18 Uhr noch eine Speicherung vorzunehmen, denn nachher fällt der Strom aus.



Schlussfolgerungen:

Die Stadt ist zugeparkt, die Autokolonnen behindern sich gegenseitig, auch vermehrt ausserhalb der Morgen-, Mittag-, und Abendspitzenstunden;
die unzähligen Taxi- Sammeltaxis und Kleinbusse kommen nicht weiter,
weiterer Strassenausbau ist auch angesichts fehlender Mittel der falsche Weg.
Die Verwaltung will den Zugang zum Zentrum einschränken und das freie Parkieren stark einschränken, alternative Transportformen wie Busliniensystem – die den Namen ÖV verdienen fördern; die Politik und Medien machen nur sehr zögernd mit, die sehr mächtigen wenigen Besitzer von Microbuslinien sind noch keine Freunde der Veränderungen; generell fehlt - noch- eine Politik zur Verbesserung des Velo- und Fussgänger-Verkehrs.
Für breite Schichten der armen Stadtbevölkerung brächte die Velomobilität einen grossen Spareffekt in ihrem engen Budget: Der öffentliche Verkehr ist recht teuer; Effekte der Privatisierung der Neoliberalen.
In der Stadt- und Raumplanung ist die Umorientierung in dezentrale Stadtstrukturen angesagt.
In Übereinstimmung mit unsern Partner und Auftraggebern heisst die Parole:

“Un cambio es urgente y posible; ¡ empecemos con el proceso !”

Halbzeit des 1. Monats unserer Consultaría

In den ersten 2 Wochen konnten wir uns ein gutes Bild der Qualitäten und Mängel der Stadt und der nahen Region erarbeiten. In Sitzungen mit verschiedenen städtischen Verwaltung-Abteilungen wurde das Netzwerk für die weiteren Planungsschritte gebildet. Die Sitzung beim Bürgermeister (Alcalde) schloss diese Runde ab.
Er sicherte uns seine Unterstützung zu, mindestens mal mündlich und wird an der Pressefahrt mit Velo am Montag, den 7.Juli dabei sein.


Audienz beim Bürgermeister der Stadt (3 von rechts)

Mittwoch, 17. Juni 2009

Erste Arbeitstage

Empfang beim Flughafen


Die sympatischen alten ÖV-Mikrobusse haben leider auch einige erhebliche Nachteile (Dreckschleuder, privatisiert, unsicher ...)



Velos haben wir nicht viele gesichtet, dafür ist beim "Auto-tunning" die Vielfalt unerschöpflich.



Cochabamba ist nicht schlecht verkabelt



Erste Sitzung mit Vorsteher der Polizei sowie Direktor der Abteilung Verkehr und Transporte sowie unserem lokalen Ingenieur Juan Pablo


Pedro mit Carol, der guten Seele von swisscontact, vor Christo



Sicht auf Cochabamba